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A U S S T E L L U N G S E R ÖF F N U N G
Sonntag, 16. Oktober 2011 von 11-14 Uhr.
Die Vernissage wird mit einer Rede von Jennifer Grasshoff, Kunsthistorikerin, um 11.30 Uhr eröffnet.
Bei klassischer Musik an Flügel und Trompete mit der Japanerin Keiko
Nakayama und Stefan Dürschmidt
wird Frau Grasshoff immer wieder persönlich durch die Ausstellung führen.
Peter Royen – Malereien, frühe Holzschnitte und Gipsmodelle

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Bereits im Jahr 2008 war Peter Royen in der Flow Fine Art Gallery mit seinen stillen Werken in weiß vertreten. Dieses Jahr möchten wir ihn von einer ganz anderen, unbekannteren Seite präsentieren.
Die seit gut vierzig Jahren nicht mehr öffentlich gezeigten Holzschnitte, werden in einer feinen Auswahl zu sehen sein. Das zentrale Motiv der Holzschnitte, alles Handdrucke, die der Künstler selbst abgezogen hat,
ist seine Frau Christine, die den damals 28-jährigen zu immer neuen Bildmotiven inspiriert hat und eine ganz besondere Athmosphäre in die farbigen Drucke bringt.
In der gleichen Zeit entstanden die Gipsmodelle, die bei uns erstmalig in dieser Form ausgestellt werden. Ursprünglich als Gussvorlage für Metallguss entstanden, spiegeln sie in der Gegenüberstellung mit Royens Malerei die selbe Stille und Leere seiner Arbeiten wieder. Wie seine Bilder
sind sie eher leise, aber dabei von höchster Spannung, ständig in Bewegung und von sich beschleunigender Dynamik.
Peter Royen mag die Farbe Weiss. Seine Geometrie, seine rechten Winkel, Quadrate, Rechtecke, Balken fühlen sich wohl im Weiss, bisweilen verlieren sie sich darin oder lösen sich gar auf.
In der Stille des Weiß treten die klaren Strukturen und das sensible ausbalancierte Gleichgewicht der Formen-Sprache seiner Bilder in den Vordergrund.
Dabei war Weiß nicht von Beginn an die Farbe seiner Wahl. Die ersten Bilder seiner ersten Ausstellung kamen mit Rot daher. Aber weil die Kunstkritik damals mehr über das intensive Rot als über die ihn bewegenden Formen sprach, musste etwas getan werden. Peter Royen: "Das Rot musste weg! So konnten sich meine Formen einfach besser Gehör verschaffen. Nichts soll vom Wesentlichen ablenken". Peter Royen schafft sich sein eigenes Umfeld größtmöglicher Konzentration, Klarheit und Ehrlichkeit.
Peter Royen gilt seit mehr als fünf Jahrzehnten weit über die Grenzen Düsseldorfs hinaus, wo der 88-Jährige seit 1946 lebt und malt, als
intensiver Botschafter der bildenden Kunst.
Er widmet sich mit außergewöhnlicher Sensibilität und Energie der Kunst und setzte sich schon früh für die "Freiheit der Kunst" und den "Respekt vor dem Künstler" ein.
Sein großes kulturpolitische Engagement für die Bildende Kunst weit über die Grenzen von Düsseldorf hinaus mündete u.a. in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Peter Royen.
Seine Malerei findet sich in wichtigen Museen und bei zahlreichen privaten Sammlern - das holländische Königshaus hat gleich mehrere Arbeiten erworben. Und das keineswegs nur, weil Peter Royen aus den Niederlanden stammt: "Meine Bilder sind nicht laut, aber ganz intensiv, mit der Zeit lassen sie einen einfach nicht mehr los." Peter Royen hat so gar nichts von Effekthascherei, der bekannte Kunstkritiker
Professor Werner Schmalenbach hat ihn den "Maler der Stille" genannt.
Er schrieb über Royen:
"Natürlich ist er, wie jedes seiner Bilder zeigt, außerordentlich sensibel. Aber Sensibilität ist nicht viel mehr als ein Rohstoff. Wichtig ist, was man daraus macht. Peter Royen "macht daraus" seine stillen, lyrischen, leise atmenden Bilder zwischen den Polen des strengen Bildgesetzes und der Freiheit des Malens. Er ist ein Maler der Stille. "
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Biographie |
| 1923 |
geboren in Amsterdam/Niederlande |
| 1946 - 1949 |
Kunstakademie Düsseldorf |
| 1949 - 1953 |
Mitglied "Rheinische Sezession" |
| 1956 |
Mitglied "Gruppe 53" |
| 1960 |
Mitglied "Gruppe Europa" |
| 1996 |
Ehrenpreis der Villa Massimo, Rom/Italien |
| 2003 |
Ehrenmitglied des KünstlerVereins Malkasten, Düsseldorf |
Einzelausstellungen (Auswahl) |
| 1954 |
Museo d'Arte de Sao Paulo, Sao Paulo/Brasilien |
| 1977 |
Kunsthalle Düsseldorf |
| 1992 |
Kunsthalle Kobe, Kobe/Japan |
| 1995 |
Musée Jenisch, Vevey/Schweiz |
| 2002 |
Museum Mondriaanhuis, Amersfoort/Niederlande |
| 2003 |
Malkasten, Düsseldorf |
| 2005 |
Kunst aus NRW, Aachen-Kornelimünster |
| 2006 |
"53x53 - Eine leise Retrospektive", Galerie arteversum, Düsseldorf |
| 2008 |
"Peter Royen sieht Rot", Galerie arteversum, Düsseldorf |
| 2011 |
Galerie Broft, Leerdam/Niederlande |
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Gruppenausstellungen (Auswahl) |
| 1961 |
Kunstmuseum St.Gallen, Schweiz |
| 1962 |
Stedelijk Museum, Peter Stuyvesant-Collectie
Amsterdam/Niederlande |
| 1966 |
Musée des Beaux Arts, Neuchâtel/Schweiz |
| 1993 |
Peter Royen und seine Freunde, Kunsthalle Düsseldorf |
| 2003 |
Gruppe 53, Museum der Stadt Ratingen |
| 2007 |
Altes Museum, Mönchengladbach
"24|7 - Die 24 Stunden des Tages", Galerie arteversum, Düsseldorf |
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Sammlungen (Auswahl) |
| Stedelijk Museum, Amsterdam/Niederlande |
| Kunstmuseum, Basel/Schweiz |
| Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg |
| Osaka City Museum, Osaka/Japan |
| Von der Heydt-Museum, Wuppertal |
| Sammlung Königin Beatrix und Prinz Claus der Niederlande |
| Musée des Beaux-Arts, Brüssel/Belgien |
| Museum Kunst Palast, Düsseldorf |
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