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05. Dezember 2010

Christoph Jakob

„Die Arbeit am Stein ist oft eine Gratwanderung.
Hartgestein ist wie Glas, es splittert einfach weg, wenn man es falsch anpackt.
Ich liebe diese Oberfläche, die Geschichten erzählt, und den kühlen Kern, den man da herausschälen kann.“

Christoph Jakob arbeitet mit einem besonderen Verfahren: mit dem Spaltkeil bricht er an genau definierten Bruchstellen das glasharte Material auf, versieht die „Bruchstücke“ mit Einschnitten, lässt durch Wegschlagen seriell angeordnete Stege, runde Bohrlöcher, rechteckige oder quadratische Freiflächen entstehen und setzt die einzelnen Elemente wieder zusammen. Wie ein Architekt baut der Bildhauer seine Türme aus Steinelementen auf und verleiht jedem „Gebäude“ eine individuelle Aura: er akzentuiert durch polierte Kanten und Formen, gewährt durch Freiflächen Einblicke und Durchblicke, versieht die „Fassade“ mit Strukturen oder spielt durch Versetzen der Turmelemente und Bohrlöcher an den Schnittkanten mit der Statik.

So entstehen Steinskulpturen, die Ruhe und Kraft ausströmen, da der aus dem Frankfurter Raum kommende Künstler stets eine harmonische Balance zwischen seinen gestalterischen Eingriffen und der Eigendynamik des Steins, seiner Oberflächeneigenschaften, seiner farblichen und strukturellen Eigenheiten entstehen lässt.

Weitere Informationen: www.christophjakob.de

      


18. April bis 11. Juli

Take Bijlsma

Samen bieten mit ihrer äußerlichen Gestalt für den in Den Haag geborenen Bildhauer Take Bijlsma eine große Palette an Formen. Aber was der Holländer mehr noch mit dem Samen verbindet, ist ein Gefühl des Staunens. Für ihn lässt es sich reduzieren auf ein Staunen gegenüber dem Phänomen “Leben“ – und aus diesem Staunen entsteht Respekt für das Leben.

“Das Potential eines kleinen Samen, sich unter günstigen (oder auch manchmal unter denkbar ungünstigen) Bedingungen zu transformieren, sich zu entfalten, zum Beispiel zu einem großen Baum, erfüllt mich mit Ehrfurcht.”

Mit Samen assoziieren wir in der Regel aufkeimende Lebenskraft und dennoch birgt jeder Samen in sich auch die Vergänglichkeit.

“Egal in welcher Größe auch immer ich einen Samen in seiner Gestalt nachahme, es wird nie ein großer Baum werden; ich als Bildhauer kann nur Ideen, geistigen Samen, Leben einhauchen.”

Weitere Informationen: www.take-bijlsma.de